Warum ich bestimmte Rassen nicht fotografiere

Warum ich bestimmte Rassen nicht fotografiere

Die Antwort auf die Frage warum ich bestimmte Hunderassen nicht fotografiere ist einfach: Ich lehne es ab Qualzuchten zu unterstützen.

Brachycephale Rassen halte ich grundsätzlich für Tierquälerei. In den Niederlanden ist es mittlerweilen glücklicherweise so, dass die Zucht von Möpsen und anderen kurzköpfigen Rassen generell per Gesetz verboten ist. Auch in Deutschland gehen Tierärzte auf die Barrikaden, aber die Regierung verbietet diese Tierquälerei offenbar (noch) nicht. Professor G.U. Oechtering, Direktor der Kleintierklinik der Uni Leipzig, fordert seit Jahren staatliche Regelungen sowohl für Zuchtverbote als auch für die Importe kurzköpfiger Rassen. Bisweilen ohne Erfolg.

Ich habe schon mit vielen Tierärzten über dieses Thema gesprochen und alle haben die gleiche Meinung: Solche Rassen gehören abgeschafft. Viele behandeln bzw. operieren brachycephale Rassen gar nicht mehr. Die Besitzer geniessen zudem bei vielen Tierärzten kein gutes Ansehen.

Komischerweise höre ich von Halter dieser Rassen aber immer das Gleiche: “MEIN HUND IST GESUND”… Nein, auch Ihr Hund ist nicht gesund. Auch Ihr Hund kann nicht frei atmen, und nein, das Schnarchen ist nicht süss, sondern QUÄLEREI!

Brachycephalie, also die breite, runde Ausformung des Schädels, bis hin zum Rundkopf und Verkürzung der Kiefer- und Nasenknochen, kann zu vielen, schwerwiegenden Schäden führen. Um nur ein paar wenige zu nennen: Schwergeburten (Kaiserschnitt nötig), verzwergte Rassen neigen zu Gehirntumoren und Hydrocephalus; Atembeschwerden, Erstickungsanfälle, Sauerstoffmangel, Kreislaufzusammenbrüche, Störung der Thermoregulation (Tiere sind hitzschlaggefährdet), Schluckbeschwerden. Wenn die Augen hervortreten (z. B. Chihuahua, Mops) Verletzungsgefahr, Augäpfel fallen aus der Augenhöhle, ausgeprägter Vorbiss mit ungenügender Gebissfunktion.

Ich unterstütze keine Tierquälerei und daher werde ich auch in Zukunft keine dieser betroffenen Rassen fotografieren.

Mehr Infos zum Thema finden Sie auf den folgenden beiden Flyern der Bundestierärztekammer und der FVE.

1 Jahr

1 Jahr

​Mein kleiner Hund …

 
Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe Dich doch gerade erst in dem Haufen wuseliger, kleiner Hundekinder ausgesucht? Und jetzt bist Du schon ein Jahr alt? Als Du heute vor einem Jahr geboren wurdest, habe ich mit Mäxchen im Wald getobt und hätte niemals gedacht, dass er in weniger als 4 Wochen nicht mehr bei mir sein würde, und ich in ein tiefes Loch falle.
 
Als ich Dich das erste Mal sah, warst Du gerade 4 Wochen alt und ein ganz zierlicher, kleiner Junge. Trauer und Glück lagen so nah beieinander an diesem Tag. Auch wenn Du noch nicht mit nach Hause konntest, hast Du mir die folgenden 4 Wochen ohne vierbeinigen Freund etwas erträglicher gemacht. Die Vorfreude war da, auch wenn sie immer wieder von einem schlechten Gewissen Max gegenüber überschattet wurde.
 
Als der Tag dann kam und wir Dich endlich nach Hause holen konnten, war ich so aufgeregt, dass ich die ganze Nacht kein Auge zugemacht hatte und um 4 Uhr aufgestanden bin. Mein letzter Spaziergang am Main begann schon lange bevor die Sonne sich zeigte. Es war Traumwetter. Beim Frühstück bekam ich keinen Bissen runter. Und dann war er endlich da, der Moment als ich Dich wieder im Arm halten konnte. Die 5 Stunden Heimfahrt hast Du komplett verschlafen, und ich dachte schon: Oh je, ich wollte doch keinen Langweiler…
 
Kaum zu Hause angelangt war klar: Du bist alles aber kein Langweiler. Du wurdest Deinem Namen gleich gerecht 😉 Bis heute kennst Du nur AN und AUS. Aber nichts dazwischen!
 
Du kleiner Kerl hattest es anfangs nicht leicht als Max´s Nachfolger. Du bist in riesige Fussstapfen getreten.
Ich weiss, ich war nicht immer fair zu Dir – habe viel zu viel verlangt und vorausgesetzt. 1. Schweissfährte mit 8 Wochen, 1. Apportversuche mit 9 Wochen. Sitz, Platz und Bleib in Rekordzeit. Und irgendwann hast Du einfach zugemacht und wolltest nicht mehr. Richtig so! Es war viel zu viel auf einmal.
 
Wir haben dann ein paar Gänge zurückgeschaltet und sind mehr und mehr ein Team geworden. Du kleiner Entdecker willst lernen! Du hast es immer mehr geschafft mich um Deine grossen Pfoten zu wickeln. Mit viel Liebe, und am Ende doch mit Geduld, sind wir heute an einem Punkt der mich sehr stolz auf das erste Jahr zurückblicken lässt. Du hättest sicher eine tolle VJP gelaufen.
 
Jeden Sonntag besuchen wir Max zusammen im Wald. Und ich staune immer wieder, wie Du schon ganz selbstverständlich an der Wegkreuzung abbiegst, zu seinem Baum rennst und Dich ohne Kommando ablegst, als wüsstest Du ganz genau, dass wir dort ein paar Minuten innehalten und ich Max von Deinen neuesten Entwicklungen erzähle. Ich bin sicher, er ist froh, dass Du bei mir bist und auf mich aufpasst! Ein Leben ohne Hundekind kann ich mir einfach nicht vorstellen.
 
Butz, ich bin so stolz auf Dich. Du bist ein toller, junger Hund! Ich freue mich auf all die Zeit die uns gemeinsam noch bevorsteht. Und heute kann ich sagen: Ich habe Dich nicht mehr “nur” lieb.
 
Heute möchte Dir zum allerersten Mal sagen: ICH LIEBE DICH ❤️
Fotografie auf kleinen Abwegen

Fotografie auf kleinen Abwegen

Im Juli 2019 rief mich Herr Wolfgang Müller von MP Landschaftsarchitekten aus Willich an. Er bat mich Fotos von einem seiner Projekte für einen Wettbewerb zu machen.

Der Wettbewerb lautete: “Gärten des Jahres – die 50 schönsten Privatgärten”.

Im August 2019 stand dann fest, dass das Projekt es in das Buch geschafft hat. Diese Woche wurde das Buch durch den Callwey Verlag feierlich im Schloss Dyck vorgestellt und die Preise wurden verliehen.

(Das Titelbild des Buches stammt nicht von mir!!! Fotografin des Titelbildes ist von Claudia Below aus der Schweiz.

 

Das Ende für die Modelkartei?

Das Ende für die Modelkartei?

Im Moment hadere ich sehr mit mir, ob ich die Modelkartei überhaupt noch anbieten soll.

Schon viele Besitzer mit tollen Hunde haben sich beworben, so dass die Kartei mittlerweile fast 500 Hunde umfasst.
Ich lade immer wieder Hunde aus der Kartei zu einem Shooting ein, wenn es passt, kann es aber niemandem versichern, dass es je zu einem Shooting kommt. Das tut aber auch keine Modelagentur für menschliche Modelle.

Der Bereich Modelkartei ist wirklich klar strukturiert und enthält alle wichtigen Informationen. Allen vorweg, die grundsätzliche Bedingung, dass Bewerbungen wirklich ausschliesslich über dieses Formular Berücksichtigung finden können. Ich bitte wirklich jeden, sich daran zu halten um den Aufwand hier wirklich so gering wie möglich zu halten. Leider gibt es nach wie vor extrem viele Bewerbungen, die einfach so per Email eintrudeln, wie z.B. folgende:

Ich könnte diese Nachrichten natürlich einfach, wie im Bereich Modelkartei angekündigt ignorieren. Ich finde es gehört sich aber wenigstens eine kurze Absage zu verfassen.

Nochmal: BEWERBUNGEN DIE NICHT ÜBER DIESES FORMULAR KOMMEN, SONDERN PER EMAIL, TELEFON ODER MESSENGER WERDEN N I C H T  BERÜCKSICHTIGT. (Und in Zukunft auch nicht mehr beantwortet!!!)

Leider werde ich bei Absagen oftmals derart beschimpft, dass ich nun überlege, das Angebot komplett zu streichen. Ich lasse mich auch nicht mehr als “Drecksschwein” betiteln, wenn ich einem Hundehalter absage, weil ich seinen brachycephalen Hund aus Gründen des Tierschutzes nicht aufnehmen möchte. Ich möchte weder die Zucht noch die Haltung solch schwer kranker Hunde unterstützen. Das mag der Halter mit dem, Zitat: “gesunden Sportmops” gerne lächerlich finden, ich möchte meine Entscheidung gegen Tierquälerei aber nicht diskutieren.

Ich möchte auch nicht gefragt werden ob ich “schlecht drauf bin im Leben” weil ich ich den “Top Dalmatiner” eines 3 Sterne Hoteliers nicht in der Kartei aufnehmen will, weil der Herr sich offenbar nicht in der Lage sieht das Formular auszufüllen, und weil ich weiss, dass ich diesen Hund niemals irgendwo bei einem Kunden platzieren könnte, weil das Interesse einfach nicht da ist. Da kann der Herr meine Antwort noch so, Zitat: “komplett bescheuert” finden. In Zukunft werde ich mir vorbehalten solche Emails samt Namen und Emailadresse zu veröffentlich und da auch keine Rücksicht auf Datenschutz mehr nehmen. Ich lasse mir wirklich viel gefallen, aber irgendwann reicht es mir. Auch als Dienstleister darf man ein Minimum an Respekt erwarten können.

 

Das Angebot ist kostenlos, der Hundehalter bekommt kostenlose Fotos als Aufwandsentschädigung. Auch wenn der Kunde nur das mitbekommt, was bei einem Shooting passiert, folgt die meiste Arbeit im Nachhinein im Büro. Nicht selten endet mein Arbeitstag nachts um 3 Uhr wenn alle anderen längst schlafen. Viele Hunde die ich im Zuge der Kartei einlade, werden niemals irgendwo platziert und das Risiko trage alleine ich, ebenso wie die nicht geringen Kosten die mir daraus entstehen. 

Ich kann gut verstehen, dass jeder seinen eigenen Hund als den allerschönsten unter allen Hunden auf der Welt ausgemacht hat. Das muss auch so sein, denn sonst könnte die notwendige Bindung zwischen Hund und Mensch gar nicht entstehen. Auch ich empfinde das bei meinen eigenen Hunden natürlich so.
Aber im Gegensatz zu den meisten anderen “Hundefotografen” die sich so im Netz tummeln, fotografiere ich nicht nur aus Spass oder neben einem anderen Beruf. Die Fotografie sichert meinem Lebensunterhalt – ich mache das hauptberuflich. Ich sehe ein Shooting also aus unternehmerischer Sicht und kann einfach nicht jeden Hund aufnehmen. 

Daher werde ich auch in Zukunft selber darüber entscheiden ob ich einen Hund aufnehme oder eben nicht. Und ich bitte jeden dafür Verständnis zu haben, bepöbeln oder verurteilen Sie meine Arbeit bitte nicht, wenn Ihr geliebter Vierbeiner nicht dabei sein kann und nehmen Sie es vor allem nicht persönlich!

Bitte sehen Sie wirklich davon ab Bewerbungen per Email zu senden, aber registrieren Sie sich nach wie vor gerne über das Formular sofern es sich bei Ihrem Hund nicht um einer der ausgeschlossenen Rassen handelt. Wenn ihr Hund für ein Shooting infrage kommt, werde ich mich zu gegebener Zeit bei Ihnen melden und einen Termin mit Ihnen vereinbaren. 

Sollten die Beschimpfungen auch in Zukunft nicht aufhören, werde ich das Angebot komplett streichen und gegebenenfalls eine einzelne Ausschreibung für eine bestimmte Rasse machen, wenn ich einen bestimmten Hund suche. 

Erinnert ihr euch noch?

Erinnert ihr euch noch?

Erinnert ihr Euch daran, wie ich Euch meinen neuen Begleiter vorgestellt habe? Das Bild vom kleinen Butz – mit 9 Wochen – auf dem Baumstamm?

Ein sehr ähnliches Foto konnte ich von Butz – mit nun 21 Wochen – vor ein paar Tagen nochmal machen.

Ich stell es Euch als vorher/nachher ein… Ich finde man sieht wie erwachsen er nun schon geworden ist. Die Zwerge werden einfach viel zu schnell gross.